G  e  d  e  n  k  m  ü  n  z  e  n   
 
 
⇑ 2011 ⇑
2012
Bild Land Ausgabedatum Anlass Ref. Auflage  
 
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Gemeinschafts‐ ausgabe 02. Jan. —
19. Jun. 2012
10 Jahre Euro‐Bargeld 20001
20002
20004
20005
89.675.851  
 

 

Beschreibung : Anlässlich des zehnten Jahrestages des endgültigen Übergangs zum Euro, nämlich seiner Einführung als Bargeld, gaben alle 17 EU‐Länder, die den Euro als offizielles Zahlungsmittel nutzen, eine gemeinschaftliche 2‐Euro‐Gedenkmünze aus. Es standen fünf Motive zur Auswahl, für die man in einem Onlinevoting abstimmen konnte. Das Ergebnis stand am 30. Juni 2011 fest: Der realisierte Münzentwurf stammt von Helmut Andexlinger und zeigt in der Mitte einen vom Euro‐Symbol überlagerten Globus. Das Euro‐Zeichen verdeutlicht, dass der Euro als neue Gemeinschaftswährung zu einem europa‐ und weltweit außerordentlich wichtigen Faktor wurde und sich in den letzten zehn Jahren zu einem globalen Akteur im internationalen Währungssystem entwickelt hat. Die um den stilisierten Globus herum angeordneten Bildelemente stellen nach den Worten des Designers die Idee dar, dass der Euro mehr Möglichkeiten für Unternehmen und Märkte bietet und damit die wirtschaftliche Stabilität sichert, da in diesem Umfeld Investitionen gefördert werden: Symbol Fabrik für Industrieproduktion und Frachtschiff für Handel. Davon profitieren wiederum die Bürgerinnen und Bürger, indem mehr qualitativ hochwertige Arbeitsplätze zur Verfügung stehen und der Euro zu stabileren Verbraucherpreisen führt: Symbol einer vierköpfigen Familie und dreier Wohnhäuser. Dieses Umfeld stärkt wiederum das Finanzwesen (Symbol Eurotower in Frankfurt/M.) und regt innovative Investitionen an (Symbol zweier Windräder). Dies alles ergibt einen Kreislauf, dessen zentrales Element der Euro darstellt. Unten sind die Jahreszahlen "2002" und "2012" dargestellt.

Die Luxemburgische Münze hat eine Besonderheit in dieser Serie: Luxemburgisches Recht schreibt vor, dass keine nationale Münze ohne das Bildnis des Staatsoberhauptes herausgegeben werden darf. Über dem €‐Symbol in der Mitte ist daher das von Alain Hoffmann gestaltete Porträt Großherzog Henris als Latentbild zu sehen.

San Marino, das nicht der Europäischen Union angehört, übernahm einige Monate später das gleiche Motiv für eine eigene Gedenkmünze.
 
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Luxemburg 30. Jan. 2012 100. Todestag Großherzog Wilhelms IV.
9. Münze der Serie Großherzogliche Dynastie
20001
20002
20005
722.500  
 

 

Beschreibung : Der auf einem Gestaltungskonzept der Luxemburger Zentralbank (Banque Centrale du Luxembourg - BCL) basierende Münzentwurf zeigt Großherzog Henri und seinen vor 100 Jahren verstorbenen Urgroßvater Wilhelm IV. vor der Silhouette der Stadt Luxemburg mit der im 18. Jahrhundert erbauten Kathedrale unserer lieben Frau. Unter den Porträts stehen ihre Namen "HENRI" links und "GUILLAUME IV" (Wilhelm IV.) rechts sowie dessen Todesjahr "† 1912". Die dreizeilige Inschrift oben lautet auf Französisch "GRAND‐DUCS DE LUXEMBOURG" (Großherzöge von Luxenburg) und lässt zwar das Ausgabeland erkennen, jedoch bezeichneten die bisherigen luxemburgischen Euromünzen dieses in der Nationalsprache Luxemburgisch mit "LËTZEBUERG" (Luxemburg). Darüber ist das Ausgabejahr "2012" zu sehen, flankiert rechts von einem Hermesstab als Münzzeichen der niederländischen Prägestätte Koninklijke Nederlandse Munt in Utrecht und links von den Segeln des Dreimastklippers Nederland als Münzmeisterzeichen Maarten Brouwers.
 
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Deutschland 03. Feb. 2012 Bayern (Schloss Neuschwanstein)
7. Münze der Bundesländerserie
20001
20002
20005
30.883.000  
 

 

Beschreibung : Schloss Neuschwanstein wurde 1869‐1892 im Auftrag des bayerischen Königs Ludwig II. als idealisierte Darstellung einer Ritterburg aus der Zeit des Mittelalters errichtet. Die komplette Fertigstellung erlebte der König nicht mehr. Streitigkeiten um seine mit den ausufernden Baukosten steigende Verschuldung führten 1886 zur Absetzung des Königs durch die bayerische Regierung. Ludwig II. hielt sich zur Zeit seiner Entmündigung im Schloss Neuschwanstein auf und verließ es am Tag vor seinem Tod im Starnberger See am 13. Juni 1886. Das Münzdesign, das das Schloss vor der Bergsilhouette der Allgäuer Alpen mit der 2059 m hohen Großen Schlicke zeigt, stammt von Erich Ott dessen Signet "Œ" links erscheint. Das deutsche Münzstättenzeichen (A = Staatliche Münze Berlin in Berlin, D = Bayerisches Hauptmünzamt in München, F = Staatliche Münzen Baden‐Württemberg in Stuttgart, G = Staatliche Münzen Baden‐Württemberg in Karlsruhe oder J = Landesbetrieb Hamburgische Münze in Hamburg) steht rechts, der Name "BAYERN" unten. Das Landeskürzel "D" befindet sich oben rechts im Ring, das Ausgabejahr "2012" flankiert beidseitig den 6‐Uhr‐Stern.
‐ ‐ Als Münzmotiv Bayern war ursprünglich die Münchener Frauenkirche vorgesehen.
 
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Spanien 01. Mrz. 2012 Kathedrale von Burgos
3. Münze der Serie UNESCO-Welterbe
20001
20002
20005
4.000.000  
 

 

Beschreibung : Spaniens erste große Kathedrale im gotischen Stil, erbaut 1221‐1567, gilt seit 1984 als UNESO‐Weltkulturerbe. Seit 1835 dient sie als Grabstätte des spanischen Nationalhelden aus der Zeit der Reconquista (Rückeroberung), Rodrigo Diaz de Vivar, genannt El Cid. Der Münzentwurf mit der Darstellung der oberen Westfassade und des Vierungsturms stammt von Alfonso Morales Muñoz. Oben links ist "ESPAÑA" (Spanien), rechts das Ausgabejahr "2012" und darunter ein gekröntes "M" als Münzzeichen der spanischen Prägestätte Real Casa de la Moneda in Madrid dargestellt.
 
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Belgien 06. Jun. 2012 75 Jahre Königin‐Elisabeth‐Wettbewerb 20001
20002
20005
5.013.000  
 

 

Beschreibung : Nach der Konzeption des belgischen Geigers Eugène Ysaÿe richtete Königin Elisabeth von Belgien (1876‐1965) den Musikwettbewerb aus. Erster Preisträger war 1937 David Oistrach. Der Wettbewerb wird alternierend in den Kategorien Violine, Klavier sowie Gesang ausgetragen, und in ungeraden Jahren zusätzlich als Kompositionswettbewerb. Preisträger 2012 wurde Andrey Baranov, Violine. Das Münzdesign stammt von Luc Luycx. Es zeigt das gekrönte Monogramm der Königin, Logo des Concours Musical Reine Elisabeth, vor ihrer Silhouette. Oben sind die Jahreszahlen "1937 ‐ 2012", unten halbkreisförmig "QUEEN ELISABETH COMPETITION" (Königin‐Elisabeth‐Wettbewerb) sowie rechts das Landeskürzel "BE" dargestellt. Links ist eine Feder als Münzmeisterzeichen von Serge Lesens' zu sehen, rechts der behelmte Kopf des Erzengels Michael als Münzzeichen der belgischen Prägestätte Monnaie Royale de Belgique / Koninklijke Munt van België / Königliche Belgische Münzprägeanstalt in Brüssel.
 
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Portugal 21. Jun. 2012 Guimaräes ‐ Kulturhauptstadt Europas 2012 20001
20002
20005
520.000  
 

 

Beschreibung : Guimarães war seit 1096 Hauptstadt der Grafschaft Portucale und wird "Wiege der Nation" genannt ‐ erste Hauptstadt des Königreichs Portugal wurde 1139 allerdings Coimbra. Seit 2001 gilt das historische Zentrum von Guimarães als UNESCO‐Weltkulturerbe. Die Münze zeigt, stilisiert, Helm und Schwert der vor den Stadtmauern plazierten Statue Dom Alfonso Henriques' (∼1109‐1185), des ersten Königs Portugals. Rechts sind untereinander der Ausgabeanlass "GUIMARÃES", "2012" und das herzförmige Logo des Veranstaltungsjahres abgebildet. Links wird der Wappenschild aus dem Wappen Portugals dargestellt, darunter der Landesname "PORTUGAL". Unten steht "INCM" als Münzzeichen der portugiesischen Prägestätte Imprensa Nacional Casa da Moeda S.A. in Lissabon, sowie "José de Guimarães", der Künstlername des Designers José Maria Fernandes Marques.
 
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Frankreich 24. Jun. 2012 100. Geburtstag Abbé Pierres 20001
20002
20005
1.020.000  
 

 

Beschreibung : Henri Antoine Grouès (1912‐2007) war ein populärer französischer katholischer Priester, der die Wohltätigkeitsorganisation Emmaus gründete. Sein Pseudonym Abbé Pierre stammt aus der Zeit der Résistance während des Zweiten Weltkriegs. Neben Abbé Pierres nach einem Foto gestaltetem Porträt steht sein Motto "Et les autres?" (Und die anderen?), ein Appell an die Hilfsbereitschaft. Oben ist halbkreisförmig die Inschrift "Centenaire de la naissance de l'abbé Pierre" (hundertster Geburtstag Abbé Pierres) dargestellt. Das Münzdesign stammt von Yves Sampo, dessen Münzmeisterzeichen, ein Fünfeck, unter der Jahreszahl "2012" erscheint. Ein Füllhorn als Münzzeichen der französischen Prägestätte Monnaie de Paris in Plessac flankiert links die Ligatur des Landeskürzel "RF" (République française, Französische Republik).
 
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Monaco 28. Jun. 2012 500 Jahre Souveränität Monacos: Lucien I. 20001
20002
20005
110.000  
 

 

Beschreibung : Im Jahr 1512 erkannte König Ludwig XII. von Frankreich die monegassische Unabhängigkeit an. Die Münze zeigt das Porträt von Lucien I., Herr von Monaco (1481‐1523), der Monaco 1507 gegen eine Übermacht der Genueser verteidigte. Der nach einem im frühen 16. Jahrhundert geschaffenen, Ambrogio de Predis zugeschriebenen Gemäde enstandene Münzentwurf stammt von Robert Prat. Links unten steht "LUCIEN 1er", kreisförmig von je einer dem Wappen Monacos entlehnten Raute flankiert ist die Inschrift "1512 SOUVERAINETÉ DE MONACO 2012" (Unabhängigkeit Monacos) abgebildet, links ein Füllhorn als Zeichen der französischen Münzstätte Monnaie de Paris in Plessac, rechts ein Fünfeck als Münzmeisterzeichen Yves Sampos.
 
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Italien 18. Jul. 2012 100. Todestag Giovanni Pascolis 20001
20002
20005
15.000.000  
 

 

Beschreibung : Giovanni Pascoli (1855‐1912) prägte die Entwicklung der modernen italienischen Sprache, indem er viele Wörter der zahlreichen italienischen Dialekte erstmals in seiner Dichtung verwendete. Dies bewirkte die größte Umwälzung der italienischen Literatursprache seit dem Mittelalter. Sein bekanntestes Werk ist die Gedichtsammlung Myricae, die in aufeinanderfolgenden Ausgaben zwischen 1891 und 1911 veröffentlicht wurde. Der Sinn für das Mysterium des Lebens, die Angst, der Tod und die Melancholie sind weit verbreitete Aspekte in Pascolis Dichtung. Die Medailleurin Maria Carmela Colaneri gestaltete die Münze nach einer 1912 entstandenen Bleistiftzeichnung von Augusto Majani (Nasica) (1867&dash1959). Unten sind der Name "G. PASCOLI" dargestellt, oben links dessen Sterbejahr "1912" und rechts das Ausgabejahr "2012" sowie darunter die Ligatur des Staatsnamens "RI" (Repubblica Italiana, Italienische Republik). Links sind das "R" als Münzzeichen der italienischen Prägestätte Istituto Poligrafico e Zecca dello Stato in Rom abgebildet und die Initialen "M.C.C." der Designerin.
 
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Malta 20. Aug. 2012 Mehrheitswahlrecht ‐ 1887
2. Münze der Serie Verfassungsgeschichte
20001
20002
20005
405.000  
 

 

Beschreibung : Die zweite Ausgabe der fünfteiligen Münzserie erinnert an die Einführung des Mehrheitswahlrechts und die Bildung der ersten repräsentativen Regierung Maltas 1887. Die vom maltesischen Künstler Ġanni Bonnici gestaltete Münze zeigt jubelnde Menschen vor dem 1575 fertiggestellten Gouverneurspalast in Valletta. Oben ist halbkreisförmig "MALTA — Majority representation 1887", (Malta ‐ Mehrheitsrepräsentation 1887) dargestellt, unten das Ausgabejahr "2012". Die Münze wurde ohne Münzzeichen von der niederländischen Prägestätte Koninklijke Nederlandse Munt in Utrecht gefertigt; in Kursmünzensätzen enthaltene Exemplare tragen zwischen dem 5‐ und 6‐Uhr‐Stern deren Münzstättenzeichen, einen Hermesstab.
 
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Finnland 05. Okt. 2012 150. Geburtstag Helene Schjerfbecks 20001
20002
20005
2.000.000  
 

 

Beschreibung : Dem 150. Geburtstag der finnlandschwedischen Malerin Helene Schjerfbeck (1862‐1946) gewidmet, stellt das Münzmotiv ein 1937 entstandenes Selbstporträt dar. Es ähnelt der 1996 geprägten 100‐Markkaa‐Münze, die anlässlich des 50. Todestages der Künstlerin geprägt wurde. Der Münzentwurf stammt von Eria Tielinen. Links ist senkrecht der Name "HELENE SCHJERFBECK" dargestellt, darunter das Landeskürzel "FI" und das Ausgabejahr "2012", rechts sind ihre Lebensdaten "1862‐1946" zu sehen und darunter ein im Kreis dargestellter Löwe des Wappens Finnlands als Münzzeichen der finnischen Prägestätte Suomen Rahapaja OY in Vantaa.
 
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Vatikanstadt 16. Okt. 2012 VII. Weltfamilientreffen ‐ Mailand 2012 20001
20002
20005
103.000  
 

 

Beschreibung : Nach Rom 1994, Rio de Janeiro 1997, Rom 2000, Manila 2003, Valencia 2006 und Mexico‐Stadt 2009 fand das VII. Weltfamilientreffen vom 29. Mai bis 3. Juni 2012 in Mailand statt. Das von Gabriella Titotto gestaltete Münzmotiv zeigt eine Familie ‐ ein Paar mit drei Kindern ‐ vor dem 1386‐1813 erbauten Mailänder Dom. Oben rechts wird der Ausgabestaat "CITTÀ DEL VATICANO" (Vatikanstadt) angegeben, unten halbkreisförmig der Anlass "VII INCONTRO MONDIALE DELLE FAMIGLIE" (7. Weltfamilientreffen). Die Prägung erfolgte in der italienischen Münzstätte Istituto Poligrafico e Zecca dello Stato in Rom, deren Münzstättenzeichen "R" unten rechts zu sehen ist. Das Ausgabejahr "2012" ist rechts dargestellt. Die Signets "G.TITOTTO" der Desingnerin und "LDS INC." (INC. = Incisore / Graveur) der Medailleurin Luciana De Simoni sind links abgebildet.
 
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Luxemburg 20. Dez. 2012 Hochzeit Erbgroßherzog Guillaumes mit Gräfin Stéphanie de Lannoy
10. Münze der Serie Großherzogliche Dynastie
20001
20002
20005
512.000  
 

 

Beschreibung : Am 19./20. Oktober 2012 heirateten Erbgroßherzog Guillaume und Gräfin Stéphanie de Lannoy standesamtlich bzw. kirchlich. Auf der Münze ist hinter dem Brautpaar Großherzog Henri abgebildet. Das Fotovorlagen folgende Gestaltungskonzept stammt von der Luxemburger Zentralbank (Banque Centrale du Luxembourg - BCL). Die Münze ist in MPI‐Prägetechnik (Minted Photo Image) gefertigt worden. Unten werden dreizeilig der Gedenkanlass "PRËNZENHOCHZÄIT" (Prinzenhochzeit), der Ausgabestaat "LËTZEBUERG" (Luxemburg) und das Jahr "2012" genannt, flankiert rechts von einem Hermesstab als Münzzeichen der niederländischen Prägestätte Koninklijke Nederlandse Munt in Utrecht und links von den Segeln des Dreimastklippers Nederland als Münzmeisterzeichen Maarten Brouwers.
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Referenzen :
20001 Bilder mit freundlicher Genehmigung der ECB ‐ Mail vom 20.Feb.2020
© "European Central Bank"
20002 Daten gespiegelt von Wikipedia Seite "2‐Euro‐Gedenkmünzen"
mit freundlicher Unterstützung der Macher dieser Seite.
20003 entfällt  20004 Kolorierte Versionen der Gedenkmünze im Umlauf.
Allerdings sehen die EU‐rechtlich‐technischen Spezifikationen die Verwendung eines Farbaufdrucks nicht vor, jedoch werden sie von der EU toleriert, zumal sie nur in kleiner Stückzahl hergestellt und gesonders verpackt und damit dem Grunde nach nicht als Zahlungsmittel gebraucht werden.
20005 vergrößerte Bilder mit freundlicher Genehmigung von Gerd Seyffert
© "Gerd Seyffert 2021"
20006 entfällt