G e d e n k m ü n z e n  
 
Deutschland
Die Randprägung der deutschen 2‐Euro‐Gedenkmünzen lautet :
   

Dargestellt ist der deutsche Bundesadler
deutsche Münzzeichen :
 
Bild Land Ausgabedatum Anlass Ref. Auflage  
 
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Deutschland 03. Feb. 2006 Schleswig‐Holstein (Holstentor in Lübeck)
1. Münze der Bundesländerserie
20001
20002
20005
31.500.630  
 

 

Beschreibung : Das spätgotische, 1464‐1478 erbaute und um 1871 von Grund auf restaurierte Holstentor ist dargestellt mit seiner dem Holstenplatz zugewandten Fassade, Blick stadteinwärts. Als eines der beiden noch bestehenden Tore der mittelalterlichen Stadtbefestigung ist es seit 1987 zusammen mit der Altstadt der Hansestadt Lübeck UNESCO‐Weltkulturerbe und repräsentiert auf der Gedenkmünze das darunter genannte Bundesland "SCHLESWIG‐HOLSTEIN". Links steht das deutsche Münzstättenzeichen (A = Staatliche Münze Berlin in Berlin, D = Bayerisches Hauptmünzamt in München, F = Staatliche Münzen Baden‐Württemberg in Stuttgart, G = Staatliche Münzen Baden‐Württemberg in Karlsruhe oder J = Landesbetrieb Hamburgische Münze in Hamburg) und rechts das Signet "HH" des Designers Heinz Hoyer. Der Name "BUNDESREPUBLIK DEUTSCHLAND" ist halbkreisförmig im unteren Teil des Ringes angeordnet, während im oberen Teil die Jahreszahl "2006" beiderseits durch je sechs Europasterne flankiert wird.
 
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Deutschland 02. Feb. 2007 Mecklenburg‐Vorpommern (Schweriner Schloss)
2. Münze der Bundesländerserie
20001
20002
20005
31.245.630  
 

 

Beschreibung : Das aus dem Stammesverband der Abodriten hervorgegangene Haus Mecklenburg, eine Dynastie von Herzögen und Großherzögen, herrschte von 1131 bis 1918 über Mecklenburg und später Mecklenburg‐Schwerin. Das Schweriner Schloss, ein in einem tausendjährigen Prozess historisch gewachsenes Bauwerk, liegt auf einer Insel in der Stadt Schwerin. 1845‐1857 fand ein großer Umbau im Stil der Neorenaissance statt, unter der Leitung Georg Adolf Demmlers und der Mitwirkung von Gottfried Semper und Friedrich August Stüler. Letzterer gestalte die Kuppel, die von einer Statue des Erzengels Michael gekrönt ist. Darunter in der Frontfassade befindet sich das Reiterstandbild Fürst Niklots (∼1100‐1160), des Stammvaters der Herzöge und Großherzöge von Mecklenburg. Die Münze zeigt das Schloss, auch Neuschwanstein des Nordens genannt, das heute Sitz des Landtages ist. Unter dem Namen "MECKLENBURG‐VORPOMMERN befinden sich die Initialen "HH" des Münzgestalters Heinz Hoyer. Das deutsche Münzstättenzeichen (A = Staatliche Münze Berlin in Berlin, D = Bayerisches Hauptmünzamt in München, F = Staatliche Münzen Baden‐Württemberg in Stuttgart, G = Staatliche Münzen Baden‐Württemberg in Karlsruhe oder J = Landesbetrieb Hamburgische Münze in Hamburg) ist oben zu sehen. "BUNDESREPUBLIK DEUTSCHLAND" ist in einem Halbkreis im unteren Teil des äußeren Ringes angeordnet, während oben die Jahreszahl "2007" beiderseits durch je sechs Europasterne flankiert wird.
 
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Deutschland 25. Mrz. 2007 50. Jahrestag der Unterzeichnung des Vertrags von Rom 20001
20002
20005
30.865.630  
 

 

Beschreibung : Der Vertrag von Rom genannte Vertrag zur Gründung der Europäischen Gemeinschaft (ursprünglich Vertrag zur Gründung der Europäischen Wirtschaftsgemeinschaft genannt und im Dezember 2009 in den Vertrag über die Arbeitsweise der Europäischen Union umbenannt) wurde am 25. März 1957 von Belgien, der Bundesrepublik Deutschland, Frankreich, Italien, Luxemburg und den Niederlanden im Konservatorenpalast in Rom unterzeichnet. Er trat am 1. Januar 1958 in Kraft. Zeitgleich wurden zwei weitere Verträge geschlossen, der Vertrag zur Europäische Atomgemeinschaft, mit dem EURATOM gegründet wurde, und das Abkommen über gemeinsame Organe für die Europäischen Gemeinschaften, das festlegte, dass die Europäische Wirtschaftsgemeinschaft (EWG), die Europäische Atomgemeinschaft (EURATOM) und die Europäische Gemeinschaft für Kohle und Stahl (EGKS) eine gemeinsame parlamentarische Versammlung (jetzt Europäisches Parlament), einen gemeinsamen Gerichtshof, sowie einen gemeinsamen Wirtschafts‐ und Sozialausschuss haben. Am 5. Mai 2006 kündigten EU‐Kommissar Joaquín Almunia und der Vorsitzende der Euro‐Gruppe, Jean‐Claude Juncker, die erste länderübergreifende 2‐Euro‐Gedenkmünze an aus Anlass des 50‐jährigen Jahrestags des Vertrags von Rom. Die Münzdirektoren des italienischen Istituto Poligrafico e Zecca dello Stato, der spanischen Prägeanstalt Real Casa de la Moneda und der Münze Österreich AG trafen sich in Wien zum Ideenaustausch. Der Graveur Helmut Andexlinger erhielt den Auftrag, die präsentierten Umsetzungsideen zu einem "Gemeinschaftsentwurf" zusammenzuführen, und fertigte nach Entwurfsfreigabe das Modell der Münze an. Auf ihr ist der Vertrag mit den Unterschriften der Vertreter der sechs Gründerstaaten dargestellt, umrahmt durch das von Michelangelo entworfene Pflastermuster des Kapitolsplatzes in Rom, dem Ort der Unterzeichnung. Auf der deutschen Münzversion wird der Gedenkanlass mit "RÖMISCHE VERTRÄGE" bezeichnet, auf der italienischen mit "TRATTATI DI ROMA" ‐ die übrigen elf Euroländer nennen ihn ‐ landessprachlich ‐ "Vertrag von Rom" (im Singular).
Nationale Besonderheit : Oben sind der Ausgabeanlass "RÖMISCHE VERTRÄGE" und unten "50 JAHRE", über dem Vertragsdokument "EUROPA" dargestellt, unten der Landesname "BUNDESREPUBLIK DEUTSCHLAND", darüber "2007", sowie das Zeichen der deutschen Münzstätte (A = Staatliche Münze Berlin in Berlin, D = Bayerisches Hauptmünzamt in München, F = Staatliche Münzen Baden‐Württemberg in Stuttgart, G = Staatliche Münzen Baden‐Württemberg in Karlsruhe oder J = Landesbetrieb Hamburgische Münze in Hamburg).
 
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Deutschland 01. Feb. 2008 Hamburg (St.‐Michaelis&dashKirche)
3. Münze der Bundesländerserie
20001
20002
20005
30.513.630  
 

 

Beschreibung : Die Münze zeigt die 1762‐1786 errichtete (und 1906‐1912 neu aufgebaute) Hamburger St.‐Michaelis‐Kirche, volkstümlich Michel genannt, das Wahrzeichen der Hansestadt. Die Kirche ist nach dem Erzengel Michael benannt, der (links) als große Bronzestatue über dem Hauptportal als Sieger im Kampf mit Satan dargestellt ist. Unten steht der Name des Bundeslandes "HAMBURG", oben rechts das deutsche Münzstättenzeichen (A = Staatliche Münze Berlin in Berlin, D = Bayerisches Hauptmünzamt in München, F = Staatliche Münzen Baden‐Württemberg in Stuttgart, G = Staatliche Münzen Baden‐Württemberg in Karlsruhe oder J = Landesbetrieb Hamburgische Münze in Hamburg), rechts das Ligatur "Œ" des Designers Erich Ott. Der Name des Ausgabelandes "BUNDESREPUBLIK DEUTSCHLAND" ist in einem Halbkreis im unteren Teil des Ringes angeordnet, während im oberen Teil die Jahreszahl "2008" beiderseits durch je sechs Europasterne flankiert wird. ‐ ‐ Ursprünglich waren die St. Pauli Landungsbrücken als Münzmotiv vorgesehen.
Etwa 600.000 Münzen wurden von der Stuttgarter Prägestätte (Münzzeichen "F") versehentlich mit der alten, von 2002 bis 2006 gütigen Wertseite geprägt.
 
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Deutschland 02. Jan. 2009 10 Jahre Wirtschaft‐ und Währungsunion (WWU) 20001
20002
20005
30.565.630  
 

 

Beschreibung : 1972 wurde der Europäische Wechselkursverbund geschaffen, um die Schwankungen zwischen den Währungen zu begrenzen. 1975 definierte man über einen Währungskorb die Europäische Währungseinheit (ECU) und 1979 entstand das Europäische Währungssystem. 1990 begann die erste Stufe der Europäischen Wirtschafts‐ und Währungsunion (WWU), 1994 die zweite Stufe, in der das Europäische Währungsinstitut die Gründung der Europäischen Zentralbank (EZB) vorbereitete. 1996 propagierte die Europäische Kommission das Währungskürzel €. Mit der dritten Stufe der WWU wurden 1999 alle Teilnehmerwährungen durch Wechselkursparität mit dem Euro verbunden. Im Februar 2008 wurde in einer Online‐Abstimmung aus fünf Vorschlägen des Gestaltungswettbewerbs zur WWU‐Gemeinschaftsausgabe der favorisierte Entwurf bestimmt: Die von Georgios Stamatopoulos gestaltete Münze zeigt als stilisierte menschliche Figur ein Strichmännchen auf dem Rohling einer unregelmäßig geformten antiken Münze, dessen linker Arm durch das €‐Symbol verlängert wird. So soll der Weg vom Tauschhandel archaischer Zeiten zur Europäischen Wirtschafts‐ und Währungsunion (WWU) symbolisiert werden. Unterhalb des €‐Symbols sind die Initialen "ΓΣ" des Designers dargestellt und die Jahreszahlen "1999‐2009".
Nationale Besonderheit : Oben steht der Name des Ausgabestaats "BUNDESREPUBLIK DEUTSCHLAND", das Akronym des Ausgabeanlasses unten ist "WWU". Das Zeichen der deutschen Münzstätte (A = Staatliche Münze Berlin in Berlin, D = Bayerisches Hauptmünzamt in München, F = Staatliche Münzen Baden‐Württemberg in Stuttgart, G = Staatliche Münzen Baden‐Württemberg in Karlsruhe oder J = Landesbetrieb Hamburgische Münze in Hamburg) befindet sich rechts.
 
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Deutschland 08. Feb. 2009 Saarland (Ludwigskirche in Saarbrücken)
4. Münze der Bundesländerserie
20001
20002
30.940.630  
 

 

Beschreibung : Die von Friedrich Brenner gestaltete Münze ist dem Saarland gewidmet und zeigt die 1762‐1775 erbaute Ludwigskirche in Saarbrücken. Sie ist das Wahrzeichen der Stadt und gilt neben der Dresdner Frauenkirche und dem Hamburger "Michel" als einer der bedeutendsten evangelischen barocken Kirchenbauten Deutschlands und ist zudem eine der bekanntesten Querkirchen. Unter dem Motiv ist der Name des Bundeslandes "SAARLAND" dargestellt, darunter das deutsche Münzstättenzeichen (A = Staatliche Münze Berlin in Berlin, D = Bayerisches Hauptmünzamt in München, F = Staatliche Münzen Baden‐Württemberg in Stuttgart, G = Staatliche Münzen Baden‐Württemberg in Karlsruhe oder J = Landesbetrieb Hamburgische Münze in Hamburg), oben rechts die Initialen "FB" des Designers. "BUNDESREPUBLIK DEUTSCHLAND" ist in einem Halbkreis im unteren Teil des Ringes angeordnet, während im oberen Teil die Jahreszahl "2009" beiderseits durch je sechs Europasterne flankiert wird.
 
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Deutschland 29. Jan. 2010 Bremen (Bremer Rathaus und Rolandstatue)
5. Münze der Bundesländerserie
20001
20002
20005
30.925.630  
 

 

Beschreibung : Die Münze zeigt das Bremer Rathaus (erbaut 1405‐1410, umgebaut 1608‐1612) mit der davorstehenden Rolandstatue, seit 2004 Weltkulturerbe. Auf dem Schild Rolands prangt der Doppeladler des Reichswappens als Zeichen des lange umkämpften Anspruchs auf Reichsfreiheit. Die Statue, (zurückzuführen auf Hruotland (∼736‐778), Graf der bretonischen Mark im Frankenreich Karls des Großßen, Ritter und Held des Rolandsliedes) Sinnbild der Stadtrechte, ist in Wirklichkeit dem Bremer Dom zugewandt, wurde aber in der Darstellung um 90° gedreht. Links oben befindet sich das deutsche Münzstättenzeichen (A = Staatliche Münze Berlin in Berlin, D = Bayerisches Hauptmünzamt in München, F = Staatliche Münzen Baden‐Württemberg in Stuttgart, G = Staatliche Münzen Baden‐Württemberg in Karlsruhe oder J = Landesbetrieb Hamburgische Münze in Hamburg), unterhalb vom Rathaus der Name des Bundeslandes "BREMEN" und ganz unten das Signet "BB" des Designers Bodo Broschat. Das Landeskürzel "D" befindet sich oben rechts im Ring, das Ausgabejahr "2010" flankiert beidseitig durch je sechs Europasterne.
‐ ‐ Ursprünglich sollte nur das Bremer Rathaus auf der Münze abgebildet werden.
 
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Deutschland 28. Jan. 2011 Nordrhein‐Westfalen (Kölner Dom)
6. Münze der Bundesländerserie
20001
20002
20005
30.925.000  
 

 

Beschreibung : Der Kölner Dom mit seinen zwei 157 m hohen Türmen ist eine der größten Kathedralen im gotischen Baustil. Sein Bau wurde 1248 begonnen und erst 1880, nach mehr als 600 Jahren vollendet. Schon damals als Nationalsymbol für Deutschland bezeichnet, wurde der (scheinbar) unversehrte Dom nach dem Ende des Zweiten Weltkriegs inmitten der ausgebombten Stadt als emotionales Symbol für den Lebenswillen verstanden. Unter dem seit 1996 als UNESCO‐Weltkulturerbe erhobenen Dom steht der Landesname "NORDRHEIN‐WESTFALEN". Das Landeskürzel "D" befindet sich oben rechts im Ring, das Ausgabejahr "2011" flankiert beidseitig den 6‐Uhr‐Stern. Oben rechts auf der Pille ist das deutsche Münzstättenzeichen (A = Staatliche Münze Berlin in Berlin, D = Bayerisches Hauptmünzamt in München, F = Staatliche Münzen Baden‐Württemberg in Stuttgart, G = Staatliche Münzen Baden‐Württemberg in Karlsruhe oder J = Landesbetrieb Hamburgische Münze in Hamburg) abgebildet, rechts das Signet "HH" des Designers Heinz Hoyer.
 
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Deutschland 02. Jan. 2012 10 Jahre Euro‐Bargeld 20001
20002
20005
30.648.000  
 

 

Beschreibung : Anlässlich des zehnten Jahrestages des endgültigen Übergangs zum Euro, nämlich seiner Einführung als Bargeld, gaben alle 17 EU‐Länder, die den Euro als offizielles Zahlungsmittel nutzen, eine gemeinschaftliche 2‐Euro‐Gedenkmünze aus. Es standen fünf Motive zur Auswahl, für die man in einem Onlinevoting abstimmen konnte. Das Ergebnis stand am 30. Juni 2011 fest: Der realisierte Münzentwurf stammt von Helmut Andexlinger und zeigt in der Mitte einen vom Euro‐Symbol überlagerten Globus. Das Euro‐Zeichen verdeutlicht, dass der Euro als neue Gemeinschaftswährung zu einem europa‐ und weltweit außerordentlich wichtigen Faktor wurde und sich in den letzten zehn Jahren zu einem globalen Akteur im internationalen Währungssystem entwickelt hat. Die um den stilisierten Globus herum angeordneten Bildelemente stellen nach den Worten des Designers die Idee dar, dass der Euro mehr Möglichkeiten für Unternehmen und Märkte bietet und damit die wirtschaftliche Stabilität sichert, da in diesem Umfeld Investitionen gefördert werden: Symbol Fabrik für Industrieproduktion und Frachtschiff für Handel. Davon profitieren wiederum die Bürgerinnen und Bürger, indem mehr qualitativ hochwertige Arbeitsplätze zur Verfügung stehen und der Euro zu stabileren Verbraucherpreisen führt: Symbol einer vierköpfigen Familie und dreier Wohnhäuser. Dieses Umfeld stärkt wiederum das Finanzwesen (Symbol Eurotower in Frankfurt/M.) und regt innovative Investitionen an (Symbol zweier Windräder). Dies alles ergibt einen Kreislauf, dessen zentrales Element der Euro darstellt. Unten sind die Jahreszahlen "2002" und "2012" dargestellt.
Nationale Besonderheit : Oben steht der Name des Ausgabestaats "BUNDESREPUBLIK DEUTSCHLAND". Das Münzstättenzeichen (A = Staatliche Münze Berlin in Berlin, D = Bayerisches Hauptmünzamt in München, F = Staatliche Münzen Baden‐Württemberg in Stuttgart, G = Staatliche Münzen Baden‐Württemberg in Karlsruhe oder J = Landesbetrieb Hamburgische Münze in Hamburg) befindet sich rechts von der Jahreszahl "2012".
 
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Deutschland 03. Feb. 2012 Bayern (Schloss Neuschwanstein)
7. Münze der Bundesländerserie
20001
20002
20005
30.883.000  
 

 

Beschreibung : Schloss Neuschwanstein wurde 1869‐1892 im Auftrag des bayerischen Königs Ludwig II. als idealisierte Darstellung einer Ritterburg aus der Zeit des Mittelalters errichtet. Die komplette Fertigstellung erlebte der König nicht mehr. Streitigkeiten um seine mit den ausufernden Baukosten steigende Verschuldung führten 1886 zur Absetzung des Königs durch die bayerische Regierung. Ludwig II. hielt sich zur Zeit seiner Entmündigung im Schloss Neuschwanstein auf und verließ es am Tag vor seinem Tod im Starnberger See am 13. Juni 1886. Das Münzdesign, das das Schloss vor der Bergsilhouette der Allgäuer Alpen mit der 2059 m hohen Großen Schlicke zeigt, stammt von Erich Ott dessen Signet "Œ" links erscheint. Das deutsche Münzstättenzeichen (A = Staatliche Münze Berlin in Berlin, D = Bayerisches Hauptmünzamt in München, F = Staatliche Münzen Baden‐Württemberg in Stuttgart, G = Staatliche Münzen Baden‐Württemberg in Karlsruhe oder J = Landesbetrieb Hamburgische Münze in Hamburg) steht rechts, der Name "BAYERN" unten. Das Landeskürzel "D" befindet sich oben rechts im Ring, das Ausgabejahr "2012" flankiert beidseitig den 6‐Uhr‐Stern.
‐ ‐ Als Münzmotiv Bayern war ursprünglich die Münchener Frauenkirche vorgesehen.
 
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Deutschland 22. Jan. 2013 50 Jahre Élysée‐Vertrag
Gemeinschaftsausgabe von Frankreich und Deutschland
20001
20002
20005
11.585.000  
 

 

Beschreibung : Am 22. Januar 1963 wurde der deutsch‐französische Freundschaftsvertrag (Élysée‐Vertrag) geschlossen. Die gemeinsam von Frankreich und Deutschland herausgegebe Münze zeigt links den damaligen französischen Staatspräsidenten, Charles de Gaulle (1890‐1970), und dessen Unterschrift, rechts den damaligen deutschen Bundeskanzler, Konrad Adenauer (1876‐1967), und dessen Unterschrift. Das Münzdesign stammt von Yves Sampo und Stefanie Lindner. Der Ausgabeanlass lautet oben auf Französisch "TRAITÉ DE L'ÉLYSÉE", unten auf Deutsch "ÉLYSÉE‐ VERTRAG", mittig sind die Gedenkzeit "50" "ANS" "JAHRE" und das Ausgabejahr "2013" dargestellt.
Auf der deutschen Münze befindet sich das Münzstättenzeichen (A = Staatliche Münze Berlin in Berlin, D = Bayerisches Hauptmünzamt in München, F = Staatliche Münzen Baden‐Württemberg in Stuttgart, G = Staatliche Münzen Baden‐Württemberg in Karlsruhe oder J = Landesbetrieb Hamburgische Münze in Hamburg) rechts über der Unterschrift, unter dieser ist das Landeskürzel "D" (Deutschland) zu sehen.
 
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Deutschland 01. Feb. 2013 Baden‐Württemberg (Kloster Maulbronn mit Brunnen)
8. Münze der Bundesländerserie
20001
20002
20005
30.845.000  
 

 

Beschreibung : Das Kloster Maulbronn, eine 1147 gegründete ehemalige Zisterzienserabtei, gilt als besterhaltene mittelalterliche Klosteranlage nördlich der Alpen und ist seit 1993 UNESCO‐Weltkulturerbe. Auf dem Entwurf von Eugen Ruhl sind eine Innenansicht des Brunnenhauses und die Westfassade der 1178 geweihten Klosterkirche mit der "Paradies" genannten, um 1210 erbauten Vorhalle dargestellt. Oben ist das Ausgabejahr "2013", rechts das deutsche Münzstättenzeichen (A = Staatliche Münze Berlin in Berlin, D = Bayerisches Hauptmünzamt in München, F = Staatliche Münzen Baden‐Württemberg in Stuttgart, G = Staatliche Münzen Baden‐Württemberg in Karlsruhe oder J = Landesbetrieb Hamburgische Münze in Hamburg), unter dem Hauptmotiv der Name des Bundeslandes "BADEN‐WÜRTTEMBERG" und darunter das Landeskürzel "D" zu sehen. Die Ligatur "ER" der Initialen des Designers befindet sich links daneben.
‐ ‐ Ursprünglich war als Motiv für Baden‐Württembergs Gedenkmünze das Heidelberger Schloss vorgesehen, als jedoch bei der UNESCO‐Weltkonferenz im Juli 2005 dessen Anerkennung als Weltkulturerbe ausblieb, wurde umdisponiert.
 
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Deutschland 06. Feb. 2014 Niedersachsen (St. Michael in Hildesheim)
9. Münze der Bundesländerserie
20001
20002
20005
30.799.300  
 

 

Beschreibung : Dargestellt ist die Südostansicht der Kirche St. Michael in Hildesheim. Die 1010‐1033 im ottonischen, vorromanischen Baustil im Grundriss eines Doppelkreuzes erbaute doppelchörige Basilika hat quadratische Türme über den beiden Vierungen, die Querschiffe werden von je zwei runden, kleineren Treppentürmen flankiert. Der gesamte Bau folgt einer aus gleich großen Quadraten entwickelten geometrischen Konzeption mit dem Vierungsquadrat als Grundeinheit. Die Michaeliskirche war eine Gründung der Benediktiner und ist heute Simultankirche sowie seit 1985 Weltkulturerbe. Oberhalb des Motivs ist das Ausgabejahr "2014", links davon das deutsche Münzstättenzeichen (A = Staatliche Münze Berlin in Berlin, D = Bayerisches Hauptmünzamt in München, F = Staatliche Münzen Baden‐Württemberg in Stuttgart, G = Staatliche Münzen Baden‐Württemberg in Karlsruhe oder J = Landesbetrieb Hamburgische Münze in Hamburg), unterhalb der Name des Bundeslandes "NIEDERSACHSEN" sowie das Landeskürzel "D" zu sehen. Die Ligatur "Œ" der Initialen des Medailleurs Erich Ott erscheint rechts oben.
‐ ‐ Als Münzmotiv Niedersachsens war ursprünglich das Neue Rathaus in Hannover vorgesehen.
 
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Deutschland 30. Jan. 2015 Hessen (Frankfurter Paulskirche)
10. Münze der Bundesländerserie
20001
20002
20005
30.767.100  
 

 

Beschreibung : Dargestellt ist anlässlich der hessischen Bundesratspräsidentschaft die Südansicht der Frankfurter Paulskirche. Die 1789‐1833 erbaute evangelische Hauptkirche Frankfurts, ein klassizistischer Rundbau des Architekten Johann Friedrich Christian Hess, war 1848‐1849 Tagungsort der Delegierten der Frankfurter Nationalversammlung, der ersten frei gewählten deutschen Volksvertretung. Am 18. März 1944 brannte die Paulskirche nach einem Luftangriff auf Frankfurt am Main aus. Nach dem Zweiten Weltkrieg wurde sie als erstes historisches Gebäude Frankfurts wiederaufgebaut und zum hundersten Gedenktag der Nationalversammlung am 18. Mai 1948 als "Haus aller Deutschen" wiedereröffnet. Seitdem ist sie ein nationales Denkmal und wird für Ausstellungen und öffentliche Veranstaltungen genutzt. Unten steht "HESSEN", oben links das Ausgabejahr "2015", oben rechts das Landeskürzel "D", unten links das deutsche Münzstättenzeichen (A = Staatliche Münze Berlin in Berlin, D = Bayerisches Hauptmünzamt in München, F = Staatliche Münzen Baden‐Württemberg in Stuttgart, G = Staatliche Münzen Baden‐Württemberg in Karlsruhe oder J = Landesbetrieb Hamburgische Münze in Hamburg). Der Münzentwurf stammt von Heinz Hoyer, dessen Signet "HH" rechts unten erscheint.
‐ ‐ Als Münzmotiv Hessens war ursprünglich der Römer in Frankfurt am Main vorgesehen.
 
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Deutschland 30. Jan. 2015 25 Jahre Deutsche Einheit 20001
20002
20005
30.517.100  
 

 

Beschreibung : Im Vordergrund zeigt die Münze eine jubelnde Menschenmenge, die den Neubeginn und den Aufbruch in eine bessere Zukunft symbolisiert; im Hintergrund ist das Symbol der deutschen Einheit zu sehen, das Brandenburger Tor ‐ gekrönt von der Quadriga, auf der die Siegesgöttin Viktoria den Frieden in die Stadt bringt. Die dreifache Wiederholung der Willensbekundung der Bevölkerung "WIR SIND EIN VOLK", halbkreisförmig auf der rechten Seite dargestellt, versinnbildlicht den kollektiven Ausdruck des Willens der deutschen Bürger auf dem Weg zur deutschen Wiedervereinigung. Am 3. Oktober 1990 erfüllte sich der Auftrag des Grundgesetzes an das deutsche Volk, die Einheit und Freiheit Deutschlands zu vollenden, indem die Deutsche Demokratische Republik der Bundesrepublik Deutschland beitrat. Der Münzentwurf des Bildhauers Bernd Wendhut (Signet "BW", unten rechts) wurde seinerzeit mit dem 2. Preis des Gestaltungswettbewerbs zur Motivfindung für eine 10‐Euro‐Gedenkmünze zum Thema 20 Jahre Deutsche Einheit ausgezeichnet. Der Designer lässt zwei der jubelden Figuren ein stilisiertes Eurozeichen hochhalten als Symbol, dass "Deutschland ein Teil Europas" sei. Links steht halbkreisförmig "25 JAHRE DEUTSCHE EINHEIT 2015", neben dem Brandenburger Tor ist das Landeskürzel "D" (Deutschland). Das deutsche Münzstättenzeichen (A = Staatliche Münze Berlin in Berlin, D = Bayerisches Hauptmünzamt in München, F = Staatliche Münzen Baden‐Württemberg in Stuttgart, G = Staatliche Münzen Baden‐Württemberg in Karlsruhe oder J = Landesbetrieb Hamburgische Münze in Hamburg) erscheint unten links. Im Oktober 2015 ist eine motivgleiche 25‐Euro‐Silbermünze in Feinsilber (999/1000) geprägt worden.
 
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Deutschland 05. Nov. 2015 30 Jahre EU‐Flagge 20001
20002
20005
30.125.000  
 

 

Beschreibung : Seit 1950 befasste sich der Europarat mit der Gestaltung einer Flagge für Europa. Der Vorschlag, das Emblem der von Richard Coudenhove‐Kalergi 1922 gegründeten Paneuropa‐Union zu übernehmen, wurde wegen dessen vermeintlich christlicher Symbolik abgelehnt. 1955 einigte man sich auf die am 29. Juni 1985 auch von der Europäischen Gemeinschaft übernommene Europaflagge mit den zwölf (eine Zwölfzahl gilt als Zeichen der Vollkommenheit) goldenen Sternen in kreisförmiger (Einheit symbolisierender) Anordnung auf blauem Hintergrund. Anlässlich des dreißigjährigen Bestehens der EU‐Flagge gaben alle 19 EU‐Länder, die den Euro als offizielles Zahlungsmittel nutzen, eine gemeinschaftliche 2‐Euro‐Gedenkmünze aus. Es standen fünf Motive zur Auswahl, für die man in einem Onlinevoting abstimmen konnte. Das Ergebnis stand am 28. Mai 2015 fest. Der realisierte Münzentwurf stammt von Georgios Stamatopoulos, Münzdesigner bei der Bank von Griechenland, dessen Initialen "ΓΣ" rechts unten zu sehen sind. Er zeigt zwölf stilisierte Personen im Kreis um eine Europaflagge mit den zwölf Eurosternen.
Nationale Besonderheit : Oben steht der Name des Ausgabestaats "BUNDESREPUBLIK DEUTSCHLAND", gefolgt von den Jahreszahlen "1985‐2015". Das Münzstättenzeichen (A = Staatliche Münze Berlin in Berlin, D = Bayerisches Hauptmünzamt in München, F = Staatliche Münzen Baden‐Württemberg in Stuttgart, G = Staatliche Münzen Baden‐Württemberg in Karlsruhe oder J = Landesbetrieb Hamburgische Münze in Hamburg) ist rechts dargestellt.
 
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Deutschland 05. Feb. 2016 Sachsen (Zwinger in Dresden)
11. Münze der Bundesländerserie
20001
20002
20005
30.677.600  
 

 

Beschreibung : Die von Jordi Truxa gestaltete Münze stellt den Innenhof des Zwingers in Dresden mit Blick auf das Kronentor dar. Auf der Turmspitze der zwiebelförmigen Kuppel tragen vier Adler die Nachbildung der polnischen Königskrone ‐ das Kronentor verherrlicht das polnische Königsamt August des Starken als fruchtbringende Regierung. Die Nischenfiguren auf der Hofseite zeigen links die von Balthasar Permoser um 1715 geschaffene, den Sommer symbolisierende Ceres, römische Göttin des Ackerbaus, der Fruchtbarkeit und der Ehe, sowie rechts Pomona, die römische Göttin der Baumfrüchte, die in Allegorien den Herbst verkörpert. Oben links ist das Ausgabejahr "2016" vermerkt, rechts vom Turm befinden sich das deutsche Münzstättenzeichen (A = Staatliche Münze Berlin in Berlin, D = Bayerisches Hauptmünzamt in München, F = Staatliche Münzen Baden‐Württemberg in Stuttgart, G = Staatliche Münzen Baden‐Württemberg in Karlsruhe oder J = Landesbetrieb Hamburgische Münze in Hamburg) und die Initialen "JT" des Münzdesigners, unten mittig sind das Landeskürzel "D" und darunter das Bundesland "SACHSEN" zu sehen.
 
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Deutschland 03. Feb. 2017 Rheinland‐Pfalz (Porta Nigra in Trier)
12. Münze der Bundesländerserie
20001
20002
20005
30.616.300  
 

 

Beschreibung : Die Porta Nigra, um 180 als Stadttor der römischen Stadt Augusta Treverorum erbaut, ist als besterhaltenes römisches Stadttor nördlich der Alpen seit 1986 Teil des UNESCO‐Weltkulturerbes in Trier. Endgültig fertiggestellt wurde der unter Kaiser Mark Aurel begonnene Bau aufgrund finanzieller Engpässe nie. Unten ist der Name des Bundeslands "RHEINLAND‐PFALZ" und "D" für den Ausgabestaat zu lesen. Auf der linken Seite ist das deutsche Münzstättenzeichen (A = Staatliche Münze Berlin in Berlin, D = Bayerisches Hauptmünzamt in München, F = Staatliche Münzen Baden‐Württemberg in Stuttgart, G = Staatliche Münzen Baden‐Württemberg in Karlsruhe oder J = Landesbetrieb Hamburgische Münze in Hamburg) zu erkennen und über dem Motiv das Ausgabejahr "2017". Rechts steht das Signet "CH" des Münzdesigners František Chochola.
 
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Deutschland 30. Jan. 2018 Berlin (Schloss Charlottenburg)
13. Münze der Bundesländerserie
20001
20002
20005
30.581.900  
 

 

Beschreibung : Die Münze zeigt ‐ allerdings ohne das dort befindliche Reiterstandbild des Großen Kurfürsten ‐ die Straßenseite des Charlottenburger Schlosses in Berlin, 1701‐1713 von Johann Friedrich Eosander Göthe im Stil des Spätbarock erweitert. Auf der Schlosskuppel thront eine Skulptur der Schicksalsgöttin Fortuna, eine 1954 von Richard Scheibe aus vergoldetem Kupferblech gestaltete, 4,50 m hohe Neuschöpfung des im Krieg zerstörten barocken Originals. Den Vordergrund bilden auf den beiden Wächterhäuschen zwei ‐ um Schwert und Schild ergänzte, zwischen 1840 und 1848 als Zink‐Hohlguss entstandene ‐ Nachbildungen einer als Borghesischer Fechter bekannten antiken Statue, die ihreseits eine ‐ wahrscheinlich von Agasias (Sohn des Dositheos) aus Ephesos ‐ um 100 v.Chr. geschaffene Marmorkopie eines Bronzeoriginals aus dem 3. Jh. v.Chr. ist. Oben links steht das Ausgabejahr "2018", rechts das Landeskürzel "D", unten "BERLIN" und darunter das deutsche Münzstättenzeichen (A = Staatliche Münze Berlin in Berlin, D = Bayerisches Hauptmünzamt in München, F = Staatliche Münzen Baden‐Württemberg in Stuttgart, G = Staatliche Münzen Baden‐Württemberg in Karlsruhe oder J = Landesbetrieb Hamburgische Münze in Hamburg). Das Signet des Münzgestalters Bodo Broschat befindet sich unter der linken Fechterstatur.
‐ ‐ Ursprünglich sollte das Reichstagsgebäude auf der Münze abgebildet werden.
 
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Deutschland 30. Jan. 2018 100. Geburtstag Helmut Schmidts 20001
20002
20005
30.571.900  
 

 

Beschreibung : Das Motiv zeigt Helmut Schmidt, 1974‐1982 Bundeskanzler der Bundesrepublik Deutschland, in typischer Gesprächshaltung. Gemeinsam mit dem französischen Staatspräsidenten Valéry Giscard d’Estaing vollzog er entscheidende Schritte hin zur weiteren europäischen Integration. So wurde der Europäische Rat etabliert, die Einführung des Europäischen Währungssystems und der Europäischen Währungseinheit (ECU) zum 1.Nbsp;Januar 1979, aus denen später die Europäische Wirtschafts‐ und Währungsunion und der Euro hervorgehen sollten. Rechts oben ist halbkreisförmig sei Name "HELMUT SCHMIDT" dargestellt, darunter die Jahreszahlen "1918‐2015" und das deutsche Münzstättenzeichen (A = Staatliche Münze Berlin in Berlin, D = Bayerisches Hauptmünzamt in München, F = Staatliche Münzen Baden‐Württemberg in Stuttgart, G = Staatliche Münzen Baden‐Württemberg in Karlsruhe oder J = Landesbetrieb Hamburgische Münze in Hamburg). Links steht "D" als Kürzel des Ausgabestaats, darunter das Ausgabejahr "2018". Ganz unten befindet sich das Signet des Münzgestalters Bodo Broschat.
 
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Deutschland 29. Jan. 2019 70 Jahre Bundesrat (Preußisches Herrenhaus in Berlin)
14. Münze der Bundesländerserie
20001
20002
20005
30.507.300  
 

 

Beschreibung : Das 1899‐1904 erbaute Preußische Herrenhaus beherbergte zunächst die Erste Kammer des Preußischen Landtags. 1921‐1933 tagte in dem Gebäude der Preußische Staatsrat, 1935 wurde es von der dem Reichsluftfahrtsministerum angegliederten Stiftung Preußenhaus zum Haus der Flieger umgewidmet. Nach 1946 wurde es von der Akademie der Wissenschaften der DDR genutzt. Seit 2000 dient das Gebäde als Sitz des Bundesrates, der sich 1949 konstituierte. Dieses 70‐jährige Jubiläum ist Anlass für die Gedenkmünze. Oben befindet sich die Jahrezahl "2019", das Münzzeichen der deutschen Prägestätte (A = Staatliche Münze Berlin in Berlin, D = Bayerisches Hauptmünzamt in München, F = Staatliche Münzen Baden‐Württemberg in Stuttgart, G = Staatliche Münzen Baden‐Württemberg in Karlsruhe oder J = Landesbetrieb Hamburgische Münze in Hamburg) und das Signet des Münzgestalters Michael Otto, unten die Inschrift "BUNDESRAT" und der deutsche Ländercode "D".
 
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Deutschland 10. Okt. 2019 30 Jahre Mauerfall
Gemeinschaftsausgabe von Deutschland und Frankreich
20001
20002
20005
30.297.000  
 

 

Beschreibung : Die Münze erinnert an die Öffnung der Berliner Mauer am 9. November 1989. Der Mauerfall öffnete den Weg für die Wiedervereinigung Deutschlands in Freiheit und Demokratie. Er beendet symbolisch nicht nur die Teilung Deutschlands, sondern auch Europas und der Welt und markiert das Ende des Kalten Krieges ‐ somit ein historisches Ereignis von globaler Bedeutung. Besiegelt wurde diese bedeutende Veränderung durch den Zwei‐plus‐Vier‐Vertrag, der den Weg freimachte für die Wiedervereinigung Deutschlands am 3. Oktober 1990. Die Münze ist eine Gemeinschaftsausgabe von Frankreich und Deutschland und zeigt die in der Mitte geöffnete Berliner Mauer, die von drei Friedenstauben und einer jubelnden Menschenmenge durchquert wird. Im Hintergrund ist das Brandenburger Tor als Symbol Berlins abgebildet und auf dem Mauersegment rechts ein (allerdings seitenverkehrt dargestelltes) Detail des 1990 von Schamil Gimajev geschaffenen, 37,20 m x 3,60 m großen Gemäldes Wir sind ein Volk. Abweichungen im Design bestehen hinsichtlich der Länderkennung unten rechts, "D" (Deutschland) bzw "RF" (République française, Französische Republik), des Münzstättenzeichens sowie des in die Collage eingebrachten Textelements. Während auf der französischen Münze der Anlass in französischer und deutscher Sprache ("30 ANS LA CHUTE MUR DE BERLIN" "30 JAHRE MAUERFALL") zu lesen ist, gibt das deutsche Motiv diesen ausschließlich auf Deutsch wieder. Unten steht das Ausgabejahr "2019" und bei der deutschen Variante links davon das deutsche Münzstättenzeichen (A = Staatliche Münze Berlin in Berlin, D = Bayerisches Hauptmünzamt in München, F = Staatliche Münzen Baden‐Württemberg in Stuttgart, G = Staatliche Münzen Baden‐Württemberg in Karlsruhe oder J = Landesbetrieb Hamburgische Münze in Hamburg), bei der französischen Variante ein Füllhorn als Zeichen der französischen Prägestätte Monnaie de Paris in Plessac, rechts ein Fünfeck als Münzmeisterzeichen Yves Sampos und darüber das qudratische Logo des Münzgestalters Joaquin Jimenez.
 
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Deutschland 28. Jan. 2020 Brandenburg (Schloss Sanssouci)
15. Münze der Bundesländerserie
20002
20007
20008
30.517.400  
 

 

Beschreibung : Schloss Sanssouci (von französisch sans souci 'ohne Sorge') ist eines der bekanntesten Hohenzollernschlösser der brandenburgischen Landeshauptstadt Potsdam. Nach eigenen Skizzen ließ der preußische König Friedrich II. in den Jahren 1745 bis 1747 vom Architekten Georg Wenzeslaus von Knobelsdorff ein kleines Sommerschloss im Stil des Rokoko errichten. 1990 wurden die Schlösser und Parks von Potsdam und Berlin zum Weltkulturerbe erhoben. Der auf der Münze abgebildeten Südseite des Schlosses ist ein terrassenförmiger Weinberg vorgelagert. Der Wunsch Friedrichs des Großen, auf der oberen Weinbergterasse beigesetzt zu werden, ging erst 1991 in Erfüllung. Zwei der am Fuß des Weinbergs platzierten Statuen des Fontänenrondells - die Originale befinden sich heute im Bode-Museum in Berlin - gemahnen an Liebe und Tod: Venus (links) und Merkur (rechts); sie wurden 1748 von Jean-Baptiste Pigalle geschaffen und waren ein Geschenk des französischen Königs Ludwig XV. Oben ist das Ausgabejahr "2020" angegeben, links das deutsche Münzstättenzeichen (A = Staatliche Münze Berlin in Berlin, D = Bayerisches Hauptmünzamt in München, F = Staatliche Münzen Baden‐Württemberg in Stuttgart, G = Staatliche Münzen Baden‐Württemberg in Karlsruhe oder J = Landesbetrieb Hamburgische Münze in Hamburg), rechts die ligierten Initialen "JT" des Münzgestalters Jordi Truxa. Unten steht "BRANDENBURG" und das Landeskürzel "D".
 
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Deutschland 08. Okt. 2020 50 Jahre Kniefall von Warschau 20002
20007
20008
30.343.000  
 

 

Beschreibung : Der Aufstand im Warschauer Ghetto der gefangenen Juden gegen ihre Deportation in Vernichtungslager begann am 19. April 1943. Die völlig unzureichend bewaffneten Aufständischen lieferten der deutschen Besatzungsmacht im Ghetto vier Wochen lang erbitterte Gefechte, die insgesamt 12.000 Opfer forderten. Weitere 30.000 Menschen wurden nach den Kämpfen erschossen, 7.000 in Vernichtungslager transportiert. Bundeskanzler Willy Brandt legte am 7. Dezember 1970, unmittelbar vor der Unterzeichnung des Warschauer Vertrags, am Warschauer Ghetto‐Ehrenmal einen Kranz nieder. Danach sank er auf die Knie. Diese Demutsgeste, die Bitte um Vergebung für die deutschen Verbrechen des Zweiten Weltkriegs, schrieb als Kniefall von Warschau Geschichte. Bodo Broschat stellt diese Szene auf der Münze dar, links ist ein von zwei Löwen flankierter siebenarmiger Leuchter sichtbar, ein Symbol des Judentums. Kreisförmig steht in zwei Segmenten "50 JAHRE KNIEFALL" / "VON WARSCHAU". Links ist das Ausgabejahr "2020" dargestellt, darunter das deutsche Münzstättenzeichen (A = Staatliche Münze Berlin in Berlin, D = Bayerisches Hauptmünzamt in München, F = Staatliche Münzen Baden‐Württemberg in Stuttgart, G = Staatliche Münzen Baden‐Württemberg in Karlsruhe oder J = Landesbetrieb Hamburgische Münze in Hamburg), rechts das Landeskürzel "D" und oben das Signet des Designers.
 
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Deutschland 26. Jan. 2021 Sachsen‐Anhalt (Magdeburger Dom)
16. Münze der Bundesländerserie
20002
20007
20008
30.433.900  
 

 

Beschreibung : Der Bau der ersten gotischen Kathedrale auf deutschem Boden begann 1209 auf Veranlassung von Erzbischof Albrecht I. von Käfernburg, nachdem der spätromanische Vorgängerbau beim Magdeburger Stadtbrand von 1207 zerstört wurde. Erzbischof Burchard III., der zur Baufinanzierung u. a. die Biersteuer rigoros anhob, wurde 1325 von aufgebrachten Bürgern erschlagen. 1363 wurde das Langschiff des unvollendeten Doms geweiht. 1477 nahm man die Bauarbeiten wieder auf, die 1520 unter Erzbischof Ernst II. von Sachsen vollendet waren. Zur Zeit der Reformation war Magdeburg eine Hochburg des Protestantismus; 1567 wurde der Dom protestantisch. Während des Dreißigjährigen Krieges eroberte Heerführer Tilly 1631 Magdeburg. Das nachfolgende, sarkastisch als Magdeburger Hochzeit bezeichnete Massaker kostete 20.000 Bürger das Leben ‐ Papst Urban VIII. freute sich über die "Vernichtung des Ketzernestes". Nach schweren Beschädigungen durch Luftangriffe auf Magdeburg im Januar 1945 und Restaurierung nach dem Krieg konnte der Dom 1955 wieder eröffnet werden. Er ist Grabkirche des römisch‐deutschen Kaisers Otto I. des Großen (912‐973) und wird auf der Münze in Nordostansicht dargestellt. Oben steht "2021", unten "SACHSEN‐ANHALT" und darunter das Landeskürzel "D", links das deutsche Münzstättenzeichen (A = Staatliche Münze Berlin in Berlin, D = Bayerisches Hauptmünzamt in München, F = Staatliche Münzen Baden‐Württemberg in Stuttgart, G = Staatliche Münzen Baden‐Württemberg in Karlsruhe oder J = Landesbetrieb Hamburgische Münze in Hamburg). Rechts sind die ligierten Initialen "mo" des Medailleurs Michael Otto dargestellt.
 
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Deutschland 25. Jan. 2022 Thüringen (Wartburg)
17. Münze der Bundesländerserie
20002
20003
20005
30.000.000  
 

 

Beschreibung :  
 
 
 
 
 
 
 
Referenzen :
20001 Bilder mit freundlicher Genehmigung der ECB ‐ Mail vom 20.Feb.2020
© "European Central Bank"
20002 Daten gespiegelt von Wikipedia Seite "2‐Euro‐Gedenkmünzen"
mit freundlicher Unterstützung der Macher dieser Seite.
20003 Bilder mit freundlicher Genehmigung von H...... Hamburg  20004 Kolorierte Versionen der Gedenkmünze im Umlauf.
Allerdings sehen die EU‐rechtlich‐technischen Spezifikationen die Verwendung eines Farbaufdrucks nicht vor, jedoch werden sie von der EU toleriert, zumal sie nur in kleiner Stückzahl hergestellt und gesonders verpackt und damit dem Grunde nach nicht als Zahlungsmittel gebraucht werden.
20005 vergrößerte Bilder mit freundlicher Genehmigung von Gerd Seyffert
© "Gerd Seyffert 2021"
20006 entfällt 
20007 Bilder durch Münzen Kreuzberg
© 2021 "Münzen Kreuzberg"
20008 vergrößerte Bilder durch Münzen Kreuzberg
© 2021 "Münzen Kreuzberg"