G e d e n k m ü n z e n  
 
Österreich
Die Randprägung der österreichischen 2‐Euro‐Gedenkmünzen ist :
Bild Land Ausgabedatum Anlass Ref. Auflage  
 
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Österreich 11. Mai 2005 50. Jahrestag des Österreichischen Staatsvertrages 20001
20002
20005
7.000.000  
 

 

Beschreibung : Gegenstand des Österreichischen Staatsvertrages ist die Wiederherstellung der souveränen und demokratischen Republik Österreich nach der nationalsozialistischen Herrschaft in Österreich (1938‐1945) und der darauf folgenden Besatzungszeit (1945‐1955). Das Motiv der Münze sind die Siegel und Unterschriften der Außenministern der Alliierten Siegermächte, Wjatscheslaw Michailowitsch Molotow für die Sowjetunion, John Foster Dulles für die Vereinigten Staaten, Harold Macmillan für das Vereinigte Königreich und Antoine Pinay für Frankreich sowie der Hochkommissare der vier Besatzungszonen Iwan I. Iljitschow, Llewellyn E. Thompson, Geoffrey Wallinger, Roger Lalouette und des Außenministers Österreichs, Leopold Figl. Der Ausgabeanlass "50 JAHRE STAATSVERTRAG" steht über den Siegeln, das Ausgabejahr "2005" unten. Im Hintergrund sieht man die rot‐weiß‐rote Flagge Österreichs, nach den heraldischen Regeln der Tingierung vertikal schraffiert, was die Farbe Rot symbolisiert. Das Münzdesign stammt von Helmut Andexlinger. Die Münze wurde ohne Münzzeichen von der österreichischen Prägestätte Münze Österreich AG in Wien geprägt. Die Münze trägt keine Bezeichnung des ausgebenden Staates.
 
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Österreich 25. Mrz. 2007 50. Jahrestag der Unterzeichnung des Vertrags von Rom 20001
20002
20005
9.000.000  
 

 

Beschreibung : Der Vertrag von Rom genannte Vertrag zur Gründung der Europäischen Gemeinschaft (ursprünglich Vertrag zur Gründung der Europäischen Wirtschaftsgemeinschaft genannt und im Dezember 2009 in den Vertrag über die Arbeitsweise der Europäischen Union umbenannt) wurde am 25. März 1957 von Belgien, der Bundesrepublik Deutschland, Frankreich, Italien, Luxemburg und den Niederlanden im Konservatorenpalast in Rom unterzeichnet. Er trat am 1. Januar 1958 in Kraft. Zeitgleich wurden zwei weitere Verträge geschlossen, der Vertrag zur Europäische Atomgemeinschaft, mit dem EURATOM gegründet wurde, und das Abkommen über gemeinsame Organe für die Europäischen Gemeinschaften, das festlegte, dass die Europäische Wirtschaftsgemeinschaft (EWG), die Europäische Atomgemeinschaft (EURATOM) und die Europäische Gemeinschaft für Kohle und Stahl (EGKS) eine gemeinsame parlamentarische Versammlung (jetzt Europäisches Parlament), einen gemeinsamen Gerichtshof, sowie einen gemeinsamen Wirtschafts‐ und Sozialausschuss haben. Am 5. Mai 2006 kündigten EU‐Kommissar Joaquín Almunia und der Vorsitzende der Euro‐Gruppe, Jean‐Claude Juncker, die erste länderübergreifende 2‐Euro‐Gedenkmünze an aus Anlass des 50‐jährigen Jahrestags des Vertrags von Rom. Die Münzdirektoren des italienischen Istituto Poligrafico e Zecca dello Stato, der spanischen Prägeanstalt Real Casa de la Moneda und der Münze Österreich AG trafen sich in Wien zum Ideenaustausch. Der Graveur Helmut Andexlinger erhielt den Auftrag, die präsentierten Umsetzungsideen zu einem "Gemeinschaftsentwurf" zusammenzuführen, und fertigte nach Entwurfsfreigabe das Modell der Münze an. Auf ihr ist der Vertrag mit den Unterschriften der Vertreter der sechs Gründerstaaten dargestellt, umrahmt durch das von Michelangelo entworfene Pflastermuster des Kapitolsplatzes in Rom, dem Ort der Unterzeichnung.
Nationale Besonderheit : Oben sind der Ausgabeanlass "VERTRAG VON ROM" und "50 JAHRE", über dem Vertragsdokument "EUROPA" dargestellt, unten "2007" und der Landesname "REPUBLIK ÖSTERREICH". Die Münze wurde ohne Münzzeichen von der österreichischen Prägestätte Münze Österreich AG in Wien geprägt.
 
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Österreich 02. Jan. 2009 10 Jahre Wirtschaft‐ und Währungsunion (WWU) 20001
20002
20005
5.000.000  
 

 

Beschreibung : 1972 wurde der Europäische Wechselkursverbund geschaffen, um die Schwankungen zwischen den Währungen zu begrenzen. 1975 definierte man über einen Währungskorb die Europäische Währungseinheit (ECU) und 1979 entstand das Europäische Währungssystem. 1990 begann die erste Stufe der Europäischen Wirtschafts‐ und Währungsunion (WWU), 1994 die zweite Stufe, in der das Europäische Währungsinstitut die Gründung der Europäischen Zentralbank (EZB) vorbereitete. 1996 propagierte die Europäische Kommission das Währungskürzel €. Mit der dritten Stufe der WWU wurden 1999 alle Teilnehmerwährungen durch Wechselkursparität mit dem Euro verbunden. Im Februar 2008 wurde in einer Online‐Abstimmung aus fünf Vorschlägen des Gestaltungswettbewerbs zur WWU‐Gemeinschaftsausgabe der favorisierte Entwurf bestimmt: Die von Georgios Stamatopoulos gestaltete Münze zeigt als stilisierte menschliche Figur ein Strichmännchen auf dem Rohling einer unregelmäßig geformten antiken Münze, dessen linker Arm durch das €‐Symbol verlängert wird. So soll der Weg vom Tauschhandel archaischer Zeiten zur Europäischen Wirtschafts‐ und Währungsunion (WWU) symbolisiert werden. Unterhalb des €‐Symbols sind die Initialen "ΓΣ" des Designers dargestellt und die Jahreszahlen "1999‐2009".
Nationale Besonderheit : Oben steht der Name des Ausgabestaats "REPUBLIK ÖSTERREICH", das Akronym des Ausgabeanlasses unten ist "WWU". Die Münze wurde ohne Münzzeichen von der österreichischen Prägestätte Münze Österreich AG in Wien geprägt.
 
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Österreich 02. Jan. 2012 10 Jahre Euro‐Bargeld 20001
20002
20005
11.000.000  
 

 

Beschreibung : Anlässlich des zehnten Jahrestages des endgültigen Übergangs zum Euro, nämlich seiner Einführung als Bargeld, gaben alle 17 EU‐Länder, die den Euro als offizielles Zahlungsmittel nutzen, eine gemeinschaftliche 2‐Euro‐Gedenkmünze aus. Es standen fünf Motive zur Auswahl, für die man in einem Onlinevoting abstimmen konnte. Das Ergebnis stand am 30. Juni 2011 fest: Der realisierte Münzentwurf stammt von Helmut Andexlinger und zeigt in der Mitte einen vom Euro‐Symbol überlagerten Globus. Das Euro‐Zeichen verdeutlicht, dass der Euro als neue Gemeinschaftswährung zu einem europa‐ und weltweit außerordentlich wichtigen Faktor wurde und sich in den letzten zehn Jahren zu einem globalen Akteur im internationalen Währungssystem entwickelt hat. Die um den stilisierten Globus herum angeordneten Bildelemente stellen nach den Worten des Designers die Idee dar, dass der Euro mehr Möglichkeiten für Unternehmen und Märkte bietet und damit die wirtschaftliche Stabilität sichert, da in diesem Umfeld Investitionen gefördert werden: Symbol Fabrik für Industrieproduktion und Frachtschiff für Handel. Davon profitieren wiederum die Bürgerinnen und Bürger, indem mehr qualitativ hochwertige Arbeitsplätze zur Verfügung stehen und der Euro zu stabileren Verbraucherpreisen führt: Symbol einer vierköpfigen Familie und dreier Wohnhäuser. Dieses Umfeld stärkt wiederum das Finanzwesen (Symbol Eurotower in Frankfurt/M.) und regt innovative Investitionen an (Symbol zweier Windräder). Dies alles ergibt einen Kreislauf, dessen zentrales Element der Euro darstellt. Unten sind die Jahreszahlen "2002" und "2012" dargestellt.
Nationale Besonderheit : Oben steht der Name des Ausgabestaats "REPUBLIK ÖSTERREICH". Die Münze wurde ohne Münzzeichen von der österreichischen Prägestätte Münze Österreich AG in Wien geprägt.
 
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Österreich 30. Okt. 2015 30 Jahre EU‐Flagge 20001
20002
20005
2.500.000  
 

 

Beschreibung : Seit 1950 befasste sich der Europarat mit der Gestaltung einer Flagge für Europa. Der Vorschlag, das Emblem der von Richard Coudenhove‐Kalergi 1922 gegründeten Paneuropa‐Union zu übernehmen, wurde wegen dessen vermeintlich christlicher Symbolik abgelehnt. 1955 einigte man sich auf die am 29. Juni 1985 auch von der Europäischen Gemeinschaft übernommene Europaflagge mit den zwölf (eine Zwölfzahl gilt als Zeichen der Vollkommenheit) goldenen Sternen in kreisförmiger (Einheit symbolisierender) Anordnung auf blauem Hintergrund. Anlässlich des dreißigjährigen Bestehens der EU‐Flagge gaben alle 19 EU‐Länder, die den Euro als offizielles Zahlungsmittel nutzen, eine gemeinschaftliche 2‐Euro‐Gedenkmünze aus. Es standen fünf Motive zur Auswahl, für die man in einem Onlinevoting abstimmen konnte. Das Ergebnis stand am 28. Mai 2015 fest. Der realisierte Münzentwurf stammt von Georgios Stamatopoulos, Münzdesigner bei der Bank von Griechenland, dessen Initialen "ΓΣ" rechts unten zu sehen sind. Er zeigt zwölf stilisierte Personen im Kreis um eine Europaflagge mit den zwölf Eurosternen.
Nationale Besonderheit : Oben steht der Name des Ausgabestaats "REPUBLIK ÖSTERREICH", gefolgt von den Jahreszahlen "1985‐2015". Die Münze wurde ohne Münzzeichen von der österreichischen Prägestätte Münze Österreich AG in Wien geprägt.
 
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Österreich 02. Dez. 2015 200. Jahrestag der Gründung der Oesterreichischen Nationalbank 20001
20002
20005
16.060.000  
 

 

Beschreibung : Das von Herbert Wähner gestaltete Motiv zeigt zwei Götter der römischen Mythologie, die auf dem steinernen Relief über dem Eingang des Hauptgebäudes der Oesterreichischen Nationalbank (OeNB) zu sehen sind. Links Merkur, der Götterbote und Gott der Kaufleute und des Handels mit seinem Attribut, einem dem Hermesstab entsprechenden Merkurstab, rechts Fortuna, die Göttin des Schicksals und des Wohlstands, die mit einem Füllhorn dargestellt ist. Im Hintergrund erstreckt sich das vom Architekten Leopold Bauer entworfene Hauptgebäude der OeNB vom linken zum rechten Rand. Entlang des unteren Rands des Münzinneren verläuft ein Band, das auf das rot‐weiß‐rote Muster der österreichischen Flagge verweisen soll. Nach den heraldischen Regeln der Tingierung symbolisiert eine vertikale Schraffierung zwar die Farbe Rot, nicht jedoch die dargestellte radiale Ausrichtung der Schraffur. Die Jahresangaben "1816" und "2016" links von Merkur beziehen sich auf das Gründungsjahr der OeNB und ihr zweihundertjähriges Jubiläum. Oben steht "REPUBLIK ÖSTERREICH", unten halbkreisförmig "200 JAHRE OESTERREICHISCHE NATIONALBANK". Die Münze wurde ohne Münzzeichen von der österreichischen Prägestätte Münze Österreich AG in Wien geprägt.
 
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Österreich 06. Dez. 2017 100. Jahrestag der Gründung der Republik Österreich 20001
20002
20005
18.100.000  
 

 

Beschreibung : Die von Helmut Andexlinger und Herbert Wähner gestaltete Münze zeigt die von Carl Kundmann nach dem Vorbild der Athena Farnese Statue entworfene, aus Laaser Marmor gefertigte und 1902 vollendete Statue des Pallas Athene Brunnens vor dem österreichischen Parlarmentsgebäude in Wien. Athene, die Göttin der Weisheit, dient als Symbol des österreichischen Parlamentarismus und steht für Wissen, Vernunft und strategische Fähigkeiten ‐ sie soll die zeitlose Gültigkeit der Demokratie versinnbildlichen. Zunächst war eine allegorische Darstellung der Austria vorgesehen, aus Rücksicht auf die starken nationalen Strömungen in der Habsburger Monarchie wählte man letztlich aber die politisch neutrale Athene. Sie trägt einen Attischen Helm mit Sphinx, flankiert von geflügelten Pferden als Helmbuschhalter. Das von Theophil von Hansen im Neoklassizismus entworfene, 1883 fertiggestellte Parlamentsgebäude stellt im Frontgiebel mittig die 1879 von Edmund von Hellmer geschaffene Skulptur des Kaisers Franz Joseph I. (1830‐1916) als römischen Imperator dar, seinen Völkern eine Verfassung verleihend. Auf der Rampe sind Geschichtsschreiber als Mahner der Politik dargestellt, die symbolhaft die Abgeordneten vor dem Eintritt in das Parlarmentsgebäude daran erinnern sollen, dass ihre Tätigkeit vor dem Urteil der Geschichte und kommenden Generation Bestand haben muss. Rechts die 1896 von Wilhelm Seib gestaltete Statue Sallusts (86 bis ∼35 v. Chr.), links die 1900 von Josef Lax geschaffene Statue Titus Livius (59 v. Chr. ‐ 17 n. Chr.) ‐ er war 2017 anlässig seines 2000. Todestags auch Motiv einer itaienischen 2‐Euro‐Gedenkmünze. Links steht die Jahreszahl "2018", darunter "100 JAHRE", rechts unten ‐ halbkreisförmig ‐ "REPUBLIK ÖSTERREICH". Die Münze wurde ohne Münzzeichen von der österreichischen Prägestätte Münze Österreich AG in Wien geprägt.
 
Referenzen :
20001 Bilder mit freundlicher Genehmigung der ECB ‐ Mail vom 20.Feb.2020
© "European Central Bank"
20002 Daten gespiegelt von Wikipedia Seite "2‐Euro‐Gedenkmünzen"
mit freundlicher Unterstützung der Macher dieser Seite.
20003 entfällt  20004 Kolorierte Versionen der Gedenkmünze im Umlauf.
Allerdings sehen die EU‐rechtlich‐technischen Spezifikationen die Verwendung eines Farbaufdrucks nicht vor, jedoch werden sie von der EU toleriert, zumal sie nur in kleiner Stückzahl hergestellt und gesonders verpackt und damit dem Grunde nach nicht als Zahlungsmittel gebraucht werden.
20005 vergrößerte Bilder mit freundlicher Genehmigung von Gerd Seyffert
© "Gerd Seyffert 2021"
20006 entfällt